Häufige Fragen zu Hauttumoren (FAQs)

Der Hauttumor: Fragen und Antworten aus unserer MKG-Praxis

Was für Hauttumore gibt es?

Die mit Abstand häufigste Form des Hauttumors ist das Basaliom oder auch Basalzellkarzinom genannt. Danach folgt das Plattenepithelkarzinom. Beide werden unter dem Laienbegriff „weißer Hautkrebs“ zusammengefasst. Davon abgegrenzt wird der „schwarze Hautkrebs“, das sog. Maligne Melanom. Dieser tritt zum Glück viel seltener auf und kann bei rechtzeitiger Erkennung auch gut geheilt werden. Darüber hinaus existiert eine Reihe seltener gut- und bösartiger Hauttumoren, die meist erst vom Pathologen richtig eingeordnet werden müssen.

Warum entstehen Basaliome?

Zu den bekannten Risikofaktoren zählen das Lebensalter als auch die Lichtexposition. Aus diesem Grund treten etwa 80 % der Basaliome an der Gesichtshaut auf. Trotzdem sind einige Patienten häufiger vom „weißen Hautkrebs“ betroffen als andere, die sich der Sonne in hohem Maße aussetzen. Hier spielt die genetische Veranlagung eine entscheidende Rolle.

Handelt es sich bei Basaliomen um bösartige oder gutartige Hautveränderungen?

Basaliome sind nicht deutlich begrenzt und erfüllen damit ein wesentliches Merkmal der Bösartigkeit. Andererseits streuen sie fast nie und wachsen sehr langsam. Sie sind daher selten lebensbedrohlich. Unbehandelt können sie dennoch äußerst riskant werden. Daher kommt es hier auf die Früherkennung an.

Wie werden Basaliome behandelt?

Die Behandlung der Wahl stellt die chirurgische Entfernung dar. Die Hauptanforderung besteht darin, möglichst keine Tumorzellen im Randbereich übrig zu lassen. In unserer Spezialpraxis in Potsdam sichern wir die lückenlose Untersuchung der Ränder. Sollten sich in einem Randschnitt weitere Tumorzellen befinden, wird genau in dieser Richtung nachgeschnitten. Bei kleinen und gut erkennbaren Tumoren kann eine sogenannte einzeitige Operation erfolgen, bei welcher der Defekt nach Entfernung gleich geschlossen wird. Bei komplexen Defekten oder schwer erkennbaren Rändern bevorzugen wir eine zweizeitige Vorgehensweise: Hierbei wird der betroffene Hautbezirk entfernt und die Wunde vorübergehend mit einer Kunsthaut aus Schaumstoff versorgt. Der Defekt wird erst nach vollständiger Beurteilung durch den Pathologen verschlossen, was eine zweite Sitzung notwendig macht. Muss doch einmal nachgeschnitten werden, kann der Chirurg durch exakte Markierung der Ränder das Ausmaß auf ein Minimum reduzieren.

Was sind Schnellschnitte?

Eine spezielle Technik ermöglicht es dem Pathologen, die Ränder des entfernten Hautbezirks innerhalb von 30 bis 60 Minuten zu untersuchen. Besonders hilfreich ist dies an Orten, wo eine zweizeitige Behandlung mit offener Wunde nicht sinnvoll ist – wie am Lippenrot oder am Augenlid. Auch bei unsichtbaren Tumorgrenzen kann dadurch die Anzahl der Eingriffe bis zur Tumorfreiheit reduziert werden. Das Verfahren birgt jedoch ein geringes Risiko, dass trotz des anderslautenden Untersuchungsbefundes des Pathologen weitere Tumorzellen vorhanden sind. Die Risiken und der Nutzen der Schnellschnittdiagnostik müssen daher vom behandelnden Arzt abgewogen werden.

Gibt es Alternativen zur OP?

In fortgeschrittenen Fällen und bei eingeschränkter operativer Belastbarkeit kann auch bestrahlt werden. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass das Basaliom wiederkehrt. Darüber hinaus gibt es ebenso medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten für weit fortgeschrittene Tumoren. Die hierfür vorgesehenen Medikamente weisen jedoch erhebliche Nebenwirkungen auf. Die Behandlung mit dem Laser bietet gegenüber dem Skalpell keine entscheidenden Vorteile. Durch die hohe ins Gewebe eingebrachte Energie ist die Blutung zwar etwas geringer als beim operativen Eingriff, dafür lassen sich die Schnittränder nicht mehr exakt beurteilen.

Muss ich ins Krankenhaus? Brauche ich eine Narkose?

Fast alle Hauttumore lassen sich sowohl ambulant als auch in örtlicher Betäubung entfernen. Kritische Befunde oder Vorerkrankungen können im Einzelfall einen stationären Aufenthalt notwendig machen. Auch persönliche Vorlieben spielen eine Rolle, wie operiert wird: ambulant oder stationär, örtliche Betäubung oder Vollnarkose ‒ alles ist möglich. Bitte sprechen Sie uns darauf an!

In unserer MKG-Praxis am Klinikum Ernst von Bergmann beraten wir Sie gerne und umfassend zu den Risiken und den Behandlungsmöglichkeiten von Tumoren sowohl der Gesichtshaut als auch der Mundschleimhaut. Nutzen Sie dazu auch unsere spezielle Mundschleimhautsprechstunde!

Aktuelle Informationen
03.08.2021 12:20 Wichtige Information zu Ihrem Besuch

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

Sie fragen sich, ob der Besuch unserer MKG-Praxis derzeit problemlos möglich ist? Ja, das ist er.

Alle Behandlungen finden wie geplant statt. Operationen führen wir unter strengen Sicherheitsmaßnahmen durch.

Wir gehen nach wie vor sehr verantwortungsbewusst mit der Situation um. Alle unsere Mitarbeiter sind vollständig geimpft.

Sicherer Krankenhausaufenthalt auch in Zeiten von Corona

Ist bei Ihnen ein größerer Eingriff mit stationärem Aufenthalt geplant, erhalten Sie ein Bett im angeschlossenen Klinikum Ernst von Bergmann.

Das Klinikum zählt zu den sichersten Krankenhäusern Deutschlands. Aus der ersten Covid-19-Welle im Frühjahr haben die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse gezogen und sich früh auf eine zweite Welle vorbereitet.

  • In den vergangenen Monaten wurden vielfältige bauliche und organisatorische Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört zum Beispiel eine mit dem Gesundheitsamt abgestimmte getrennte Wegeführung.
  • Patienten und Ärzte werden umfangreich getestet.
  • Patienten mit einem Verdacht oder einem positiven Befund auf Covid-19 werden räumlich und organisatorisch vom Rest des Klinikums isoliert. Sie als Patient haben nur Kontakt mit Ärzten und Mitarbeitern, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Zuletzt wurde dem Klinikum die Verantwortung übertragen, die medizinische Versorgung aller Patienten in der Region während der Pandemie zu koordinieren.

Behandlung nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts

In unserer MKG-Praxis sind Sie dank hoher Sicherheitsstandards zu jeder Zeit gut aufgehoben. Die Themen Hygiene und Infektionsschutz sind für uns Routine.

Ihre Behandlung findet unter den strengen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts statt. Unsere Ärzte tragen Einmalschutzkittel, OP-Haube, FFP2-Maske, Gesichtsschutz und Handschuhe. Auf dem Bild sehen Sie, wie wir uns auf jeden operativen Eingriff vorbereiten.

Unsere Schutzausrüstung ist so sicher, dass wir selbst Corona-positive Patienten ohne ein erhöhtes Ansteckungsrisiko behandeln könnten. Das Risiko für Sie, sich mit dem Coronavirus in unserer MKG-Praxis zu infizieren, ist niedriger als im Supermarkt.

Darüber hinaus verzichten wir weitestgehend auf Eingriffe mit Aerosolbildung, um sogenannte Viruswolken zu vermeiden. Ob Ihre Behandlung davon betroffen ist, teilen wir Ihnen rechtzeitig mit.

Bitte verzichten Sie auf Begleitpersonen

Wir bitten Sie, allein in die Praxis zu kommen und auf Begleitpersonen zu verzichten. Ausgenommen davon sind Kinder oder ältere Patienten, die Begleitung benötigen. Steht Ihnen eine Narkose oder Sedierung bevor oder ein Gespräch über ein schwerwiegendes Krankheitsbild dürfen Sie selbstverständlich jemanden zur Unterstützung mitbringen.

Grundsätzlich verfolgen wir das Ziel, so wenig Patienten wie möglich gleichzeitig in der Praxis zu haben.

Spezielle Behandlungszeiten für Risikogruppen

Für Patienten aus Risikogruppen halten wir gesonderte Zeitfenster offen. Bitte sagen Sie uns vor Ihrem Besuch Bescheid, ob Sie grippeähnliche Symptome haben oder aufgrund einer Vorerkrankung besonders gefährdet sind.

Videoberatung bei dringenden Fragen

Alternativ zum persönlichen Gespräch bieten wir Ihnen eine Videoberatung an. Unter vier Augen schildern Sie uns, was Ihnen fehlt. Im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen wir Ihnen. Im Notfall vereinbaren wir einen Termin zur Behandlung in unserer Praxis.

Termin für die Videoberatung: info@mkg-potsdam.com

Bitte passen Sie auf sich auf.

Ihr Dr. Thomas Teltzrow


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