Klinikkonzept Kieferverlagerung (FAQ)

Kieferfehlstellungen professionell korrigieren

Bestimmte Abweichungen von der idealen Zahnstellung lassen sich durch alleinige Zahnbewegungen nicht korrigieren, da diese durch eine Fehlstellung der Kiefer verursacht werden. Der Behandlungsschwerpunkt eines Kieferorthopäden beschränkt sich lediglich auf die Kontrolle von Zahnbewegungen. Hier kann der Facharzt für Kieferchirurgie in unserer Praxis in Potsdam helfen.

1. Wie wird eine Kieferfehlstellung korrigiert?

Die Behandlung erfolgt in drei Schritten. Zunächst wird eine kieferorthopädische Vorbehandlung eingeleitet, der eine operative Lagekorrektur des Kiefers folgt. Abschließend findet eine kieferorthopädische Feineinstellung statt. In der Regel nimmt die Gesamttherapie etwa anderthalb bis zwei Jahre in Anspruch.

2. Wie wird operiert?

Der Eingriff findet im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes von etwa zwei bis drei Tagen im Klinikum in Potsdam statt. Der Eingriff erfolgt selbstverständlich in Vollnarkose und wird ausschließlich vom Mund aus durchgeführt.

3. Hat die Operation Auswirkungen auf mein Aussehen?

Die Veränderung des Gesichtsprofils ist in vielen Fällen erwünscht, hängt aber von verschiedenen Faktoren ab. So wirkt sich eine Unterkiefervorverlagerung von 3 – 4 mm nur in geringem Maße auf die Gesichtsästhetik aus, eine Verlagerung des Oberkiefers kann dagegen das Aussehen des gesamten unteren Gesichtsdrittels stark beeinflussen. Natürlich gibt die kieferorthopädisch vorbereitete Verzahnung den Rahmen der Verlagerung vor, jedoch gibt es einige Variablen, die gemeinsam geplant werden können, beispielsweise wie viel Zahnfleisch im Bereich des Oberkiefers sichtbar bleiben soll.

4. Was erwartet mich nach der Operation?

In den ersten Tagen nach der Operation tritt eine Schwellung auf, deren Ausmaß unterschiedlich stark ausfällt. Durch eine möglichst schonende OP-Technik und eine kontinuierliche Kühlung während der ersten 24 Stunden lässt die Schwellung schnell nach. Die Kühlung unterstützen wir mit einer Kühlmaske, die von 16 °C kaltem Wasser durchströmt wird. Zusätzlich können schwellungs- und schmerzlindernde Medikamente verabreicht werden. Auf Wunsch können wir auch eine sogenannte Schmerzpumpe anlegen, die der Patient selbst steuern kann. Magensonden und die Verdrahtung der Kiefer gehören somit der Vergangenheit an.

5. Wie verläuft die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt?

Die berufliche und soziale Ausfallzeit beträgt meist zwei Wochen. Zur Sicherheit empfehlen wir unseren Patienten, etwas mehr Regenerationszeit einzuplanen. Je nach Bedarf schreiben wir Sie für diesen Zeitraum krank. Vier Wochen lang sollten Sie ausschließlich weiche Kost zu sich nehmen, da die Metallplatten am Kiefer dem Kaudruck noch nicht standhalten können. Erst wenn die Knochenheilung weit fortgeschritten ist, kann der Kiefer wieder belastet werden.

Sie haben Fragen – wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!