Kieferverlagerung

Kieferverlagerung: OP-Behandlung/Ablauf bei Dysgnathie

Wir sind in unserer MKG-Praxis in Potsdam auf die Behandlung von Dysgnathien – der chirurgischen Korrektur von Kieferverlagerungen – spezialisiert.

Steht der Oberkiefer zu weit vor oder liegt der Unterkiefer zu weit hinten, spricht der Kieferchirurg von einer Dysgnathie. Die Kieferfehlstellung geht in der Regel mit einem unzureichenden Lippenschluss einher. Mögliche Folgen: Verspannungen der Gesichtsmuskulatur mit schmerzenden, knackenden Kiefergelenken und körperliche Beschwerden, wie Kopf- und Rückenschmerzen.

Häufig behindert der Fehlbiss zudem die Nasenatmung.

Darüber hinaus erschwert die Kieferfehlstellung das gründliche Kauen, was zu Verdauungsbeschwerden führen kann. Durch die übermäßige Belastung einzelner Zähne liegt bei Dysgnathie-Patienten zudem ein hohes Risiko für frühzeitigen Zahnverlust vor.

Nicht alle Dysgnathien müssen operativ behandelt werden. Geringfügige Zahnfehlstellungen (dentoalveoläre Dysgnathien) lassen sich insbesondere bei Kindern meist gut alleine durch kieferorthopädische Regulierungen behandeln. Hierbei kommen in der Regel lose Zahnspangen oder festsitzende Brackets zur Anwendung, welche regelmäßig durch den Kieferorthopäden angepasst werden müssen.

Bei geringfügigen Zahnfehlstellungen, die im medizinischen Fachjargon als dentoalveoläre Dysgnathien bezeichnet werden, reicht eine kieferorthopädische Behandlung in der Regel aus. Ein Missverhältnis zwischen Ober- und Unterkiefer, eine sogenannte skelettale Dysgnathie, macht hingegen eine operative Kieferverlagerung erforderlich.

In Form gebracht durch Kieferverlagerung

Zu Beginn einer jeden Behandlung steht eine umfassende Untersuchung und Beratung durch Ihren Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Durch dreidimensionale bildgebende Verfahren kann er die bevorstehende Operation bis ins kleinste Detail planen. Dem operativen Eingriff geht meist eine sechs- bis achtzehnmonatige kieferorthopädische Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange voran, die beide Zahnbögen auf ihre spätere Stellung vorzubereitet.

Die Kieferverlagerung wird stets in Vollnarkose durchgeführt und sieht eine einwöchige stationäre Nachsorge vor. Während des operativen Eingriffs verlagert der Kieferchirurg den Kieferknochen in die richtige Position. Anschließend stabilisiert er die Kieferteile mit Mini-Platten und Schrauben. Zusätzlich wird der Kauapparat für einige Zeit ruhiggestellt, indem die beiden Kiefer durch Gummizüge aneinander fixiert werden.